GEdenkstätte / spomenik

DE: Der Verein Denk(a)mol-Spunij se wurde im Herbst 2023 mit zwei konkreten Zielen gegründet: Erstens, geschichtswissenschaftlich erhobene Fakten, die mit dem Abwehrkämpferdenkmal in St. Jakob i. R./Šentjakob v R. in Zusammenhang stehen, einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen. Das im Jahr 1937 aufgestellte Denkmal sorgt mit der Inschrift „Für ein deutsches Kärnten fanden den Heldentod” bei Teilen der Bevölkerung für Unbehagen und trägt wesentlich zu einer gespaltenen Wahrnehmung der Geschichte bei.

Unser zweites zentrales Anliegen war es, denjenigen ein Andenken zu schaffen, die bislang aus der Erinnerung  gedrängt wurden, den NS-Opfern aus der Gemeinde.

SLO: oktobra 2023 smo ustanovile  društvo Spunij se- Denk(a)mol z namenom , da osvetlimo zgodovino nastanka brambovskega spomenika v Šentjakobu in ugotovitve predstavimo javnosti.


DE: Wir starteten unser Projekt, mit Unterstützung des Nationalfonds, mit einer Reihe von Fachvorträgen, Workshops, einer Theaterperformance und Informationsabenden im Kulturhaus der Gemeinde. Als Referenten konnten wir unter anderem Univ.-Prof. i. R. Mag. Dr. Reinhold Gärtner (Universität Innsbruck) und Prof.in Dr.in Miriam Zadoff (Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München) sowie Dr.in Silvia Jelinek und Mag. Dr. Daniel Wutti gewinnen.

Einen besonderen Beitrag für die Erinnerungsarbeit vor Ort leistete der Historiker Michael Koschat. Er beforschte über Jahre die gesellschaftspolitischen Hintergründe zur Zeit der Denkmalaufstellung, sowie die ideologische Ausrichtung der beteiligten Personen. Die Ergebnisse seiner Forschung schrieb er in seinem Buch „Braune Flecken im Ortsbild“ (2010) nieder, aus dem er Auszüge bei einem Vortrag brachte.

Neben der Veranstaltungsreihe initiierten wir eine Auseinandersetzung mit den am Denkmal angebrachten Holztafeln.  Eine Untersuchung vor Ort ergab Klarheit darüber, dass zwei  Holztafeln mit der Überschrift „Für ein deutsches Kärnten fanden den Heldentod“ und den Namen der Gefallenen erst 1941, vier Jahre nach der Denkmaleinweihung, über die ursprünglich auf die Mauer gemalten Namen mit der Inschrift „Den Heldentod im Rosental fanden“ gehängt worden waren. Zwei weitere Holztafeln waren erst im Jahr 1960 angebracht worden. Auf diesen werden vier ehemalige „Abwehrkämpfer“ geehrt, obwohl sie im NS-Regime höhere Positionen innehatten.   

SLO: Ta spomenik zaradi svojega napisa« Für ein deutsches Kärnten fanden den Heldentod“ pri delu prebivalstva vzbuja nelagodje ,ker razdvaja ljudi in doslej ni prispeval kaj k mirnemu sožitju.

Eden ključnih ciljev našega delovanja je tudi ohranjanje spomina na civilne  žrtve nacionalsocializma v občini Šentjakob. Zgodovinarja Brigitte Entner in Michael Koschat sta  odkrila 32 oseb, ki so bile zaradi svoje drugačnosti, političnih prepričanj ali odpora proti režimu preganjane, zaprte ali umorjene. Trenutno pripravljamo tudi brošuro z njihovimi življenjepisi. V ta namen smo organizirale že vrsto strokovnih predavanj, delavnic in informativnih večerov v kulturnem domu občine Šentjakob. Sodelovali so priznani strokovnjaki kot prof. dr. Günther Gärtner, dr. Miriam Zadoff, dr. Silvia Jelinek. in mag. Daniel Wutti. Posebej velja izpostaviti prispevek domaćega zgodovinarja dr. Michaela Koschata, ki je osvetlil ideološko ozadje nastanka spomenika ter vpliv ilegalnih nacističnih struktur na njegovo postavitev leta 1937.

V okviru razprave o spomeniku so bile posebej obravnavane tudi spominske table, nameščene v času nacizma leta 1941 ter kasneje dopolnjene leta 1960 z imeni vidnih pripadnikov nacističnega režima. Občina Šentjakob je v sodelovanju z Zveznim uradom za varstvo spomenikov  sprejela odločitev, da se te table v okviru sanacije spomenika odstranijo in shranijo v deželnem arhivu. Na samem spomeniku naj bi bila ponovno vzpostavljena prvotna podoba iz leta 1937 z izvirnimi imeni na steni. Prav tako je predvidena ustrezna kontekstualizacija tega spomenika obrambnim borcem.


DE: Die Marktgemeinde St. Jakob i. R./Šentjakob v R. beschloss aufgrund dieser Erkenntnisse, den Empfehlungen des Bundesdenkmalamtes und der Historiker:innen zu folgen und das Denkmal in seine ursprüngliche Form von 1937 zurückzuführen. Alle nach der Einweihung 1937 am Denkmal angebrachten Tafeln werden im Zuge der bereits begonnenen Sanierung entfernt und dem Landesarchiv zur Verwahrung übergeben. Eine Tafel mit entsprechenden Erläuterungen wird das Denkmal in einen zeitgeschichtlichen Zusammenhang einbetten.

SLO: Drugi važni projekt je ureditev spominskega prostora za civilne žrtve nacionalsocializma  v Šentjakobu. Ta kraj naj služi kot prostor tihega in dostojnega spomina, krepitvi zgodovinske zavesti, izkazovanju spoštovanja do žrtev ter hkrati ozaveščanju prihodnjih generacij o pomenu demokracije, miru in odgovornosti . Načrtovana ureditev predvideva posaditev dreves, postavitev betonskih stebrov z imeni žrtev, tablo z informacijami ter klopi za počitek in razmislek.


DE: Für unseren zweiten Arbeitsschwerpunkt, das Gedenken an die NS-Opfer, fertigten wir, mit finanzieller Unterstützung des Zukunftsfonds, in einem ersten Schritt eine Broschüre an. Die Biografien der vom NS-Regime verfolgten und später vergessenen Menschen aus der Gemeinde trugen wir aus Büchern und Beiträgen der Historikerin Mag.a Brigitte Entner, des Historikers Dr. Michael Koschat, sowie des Vereins Erinnern Villach zusammen. „In Erinnerung rufen – Spominjamo se“ erzählt von 31 Personen aus der Gemeinde St. Jakob/Šentjakob, die aufgrund ihres Andersseins oder ihres antinazistischen Widerstands verfolgt oder ermordet wurden. Um die „Vergessenen“ wieder mit der Gegenwart in Verbindung zu bringen, finden sich in unserer Broschüre Bilder aus den Ortschaften, in denen sie zumindest eine Zeit lang gelebt haben.  


DE: Unser nächster Schritt ist nun die Errichtung eines Gedenkortes für diese Menschen. Es konnte bereits ein idealer Platz auf Kirchengrund für unser Vorhaben gefunden werden. Dieser Ort soll als ein besonderer Raum dem würdigen Gedenken dienen, um den NS-Opfern den ihnen gebührenden Respekt entgegenzubringen. Er soll aber auch das historische Bewusstsein der Menschen stärken, und zukünftige Generationen für die Bedeutung von Demokratie, Frieden und Verantwortung sensibilisieren.

SLO: Župnik Jurij Buch in občina Šentjakob sta pripravljena dati na razpolago zemljišče blizu farovža.

Entwurf der Gedenkstätte

DE: Die geplante Gestaltung ist auf dem beigelegten Entwurf der Landschaftsarchitektin DI Laura Neugebauer, Mitarbeiterin des IngenieurbürosLenaplant, zu sehen: Umringt von Bäumen bilden die Betonstelen mit den Namen der NS-Opfer und vier Sitzbänke einen Kreis, auf einer Tafel findet man Informationen zur Gedenkstätte.Der Ort soll frei zugänglich sein, ein Ort der Begegnung der zum Verweilen einlädt.  

DE: Für dieses Projekte benötigen wir finanzielle Mittel – siehe beiliegender Kostenvoranschlag des Architekten DI Anton Reichmann, der das Bauvorhaben leiten wird. Daher bitten wir Sie höflich um Ihre Unterstützung für dieses in mehrfacher Hinsicht wichtige Projekt. Mit Ihrer Unterstützung leisten Sie einen wertvollen Beitrag für eine aufgeschlossene Erinnerungskultur und ein gutes Zusammenleben beider Sprachgruppen in unserer Region.

SLO: Za vse te projekte potrebujemo finančna sredstva. Zato vas vljudno prosimo za pomoč in podporo. V prilogi boste našli predhodni finančni načrt.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Zahvaljujemo se vam za vašo podporo, saj s tem pomembno prispevate h kulturi spominjanja in dobremu sožitju v naši regiji.

Verein Denk(a)mol-Spunij se:  Rozi Sticker, Silvia Kopeinig, Zalika Steiner, Silvia Jelinek, Elisabeth Dobernigg, Maryam Citak-Mikel, Irmgard Grauf, Uši Sereinig.

Unsere Bankverbindung:

Denk(a)mal-Spunij se AT23 3939 0000 0023 0730