Das Abwehrkämpferdenkmal in St. Jakob im Rosental / Brambovski spomenik v Šentjakob v Rožu

 
Das Denkmal in St. Jakob/Šentjakob wurde 1937, sechs Monate vor dem Anschluss an Hitlerdeutschland eingeweiht. Für ein Deutsches Kärnten fanden den Heldentod im Rosental, Dies Land bleibt frei! Kärntner Freiheitskampf 1918-1920. Der Historiker Michael Koschat setzt sich in seinem Vortrag mit der Entstehungsgeschichte des Denkmals, und dessen bis heute wirksamen Botschaften, kritisch auseinander.

Višji študijski svetnik mag. dr. Michael Koschat, učitelj na gimnaziji, zgodovinar, Številne večjezične publikacije o zgodovini Koroške, Slovenije in Furlanije. Avtor knjige« Braune Flecken im Ortsbild« se že število let ukvarja s problematiko koroške kulture spominjanja. Predavanje naj bo konstruktiven prispevekk stvarnem dialogu o brambovskem spomeniku v Šentjakobu v Rožu.

Die Veranstaltung des Vereins Denk(a)mol-Spunijse mit dem Historiker Michael Koschat brachte am 30. 10. über 100 Menschen, mit durchaus unterschiedlichen Sichtweisen zum Thema, im Kulturhaus in St. Jakob/Šentjakob zusammen. Der Vortragende bot dem Publikum eine Zusammenfassung seiner jahrelangen Recherchen rund um das Abwehrkämpferdenkmal im Ort. Die von ihm erhobenen Fakten sind als Grundlage für weitere sachliche Diskussion gedacht, in die auch andere Perspektiven miteinbezogen werden können.

Prireditve društva Denk(a)mol- Spunij se je udeležilo več kot 100 ljudi z dokaj različnim gledanjem na tematiko okrog brambovskega spomenika v Šentjakobu.

Bei der Beschäftigung mit Denkmälern geht es generell vor allem um eine Klärung der Geschichte. Es sind u.a. die Botschaften der vielen Kriegerdenkmäler, die in Kärnten/Koroška bis heute zu einer einseitigen Erinnerungskultur beitragen. Um über diese Problematik diskutieren zu können, bieten wissenschaftliche Erkenntnisse eine nicht zu vernachlässigende Grundlage. Aber auch ein Austausch über die unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen und Beweggründe für eine bestimmte Haltung zu dem Thema sind notwendig.

Dr. Michael Koschat se že dolga leta ukvarja z zgodovino tega spomenika in zgodovinska dejstva naj služijo kot podlaga za nadaljno stvarno diskuzijo. Na Koroškem prevladuje enostranska kultura spominjanja; pri razpravi so važna zgodovinska spoznanja kot tudi različne osebne izkušnje.

In diesem Sinne plant der Verein Denk(a)mol-Spunijse nach der heurigen Vortragsreihe, im nächstes Jahr die Bearbeitung des Themas in den Schulen und in Gesprächsgruppen in den Gemeinden weiter zu fördern. Ein weiteres Ziel für uns ist, auch für die Opfer des NS-Regimes aus der Gemeinde St. Jakob/Šentjakob einen Ort der Erinnerung zu initiieren.

Tako namerava društvo po letošnjih predavanjih v prihodnjem letu obravnavati to tematiko v šolah in skupinah v občini. Poleg tega načrtujemo dostojen kraj spomina na žrtve nacionalsocializma v Šentjakobu.


Sie waren nicht vor Ort? Kein Problem, den ganzen Vortrag gibt es hier als Audio.

te ni bilo tam? Ni problema, celotno predavanje je na voljo tukaj kot zvok.

Del/Teil 1:

Del/Teil 2:

Del/Teil 3:


Zusammenfassung

Am 30. April 2025 hat der Historiker Michael Koschat im Kulturhaus St. Jakob/Šentjakob über das dortige Abwehrkämpferdenkmal referiert. In seinem Vortrag hat er, anhand belegbarer Fakten einige Aspekte des Denkmals, die in Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus stehen, aufgelistet. Im besonderen:

  • die NSDAP-Mitgliedschaft des Architekten Karl Maria Kerndle.
  • die NSDAP-Mitgliedschaft der Initiatoren des Denkmals, die nachweisbar bereits vor dem Anschluss, als illegale Nazis aktiv gewesen sind.
  • die beiden Holztafeln im Inneren des Denkmals sind, davon ist Michael Koschat aufgrund von alten Fotografien überzeugt, erst nachträglich, während der NS-Zeit, vermutlich 1942 angebracht worden. Auf diesen beiden Holztafeln steht „Für ein Deutsches Kärnten starben den Heldentod im Rosental“ und darunter die Namen der gefallenen Abwehrkämpfer.

Der Historiker Michael Koschat und auch der Landeskonservator von Kärnten Gorazd Živkovič sehen es als eine nun dringend anstehende Aufgabe, das Denkmal zu kontextualisieren. Es sollte eine Intervention gefunden werden, die das Denkmal in einen verstehbaren Zusammenhang mit den historisch belegbaren Ereignissen vor und nach seiner Einweihung stellen.


Povzetek

30. aprila 2025 je predaval zgodovinar Michael Koschat o brambovskem spomeniku v Šentjakobu. Nakazal je nekaj zgodovinskih dejstev v zvezi z nastajanjem tega spomenika.

  • Arhitekt Karl Maria Kerndle je bil član NSDAP.
  • Iniciatorji spomenika so bili ilegalni nacisti.
  • Dve leseni tabli z napisom » Für ein Deutsches Kärnten starben den Heldentod im Rosental“ in imeni padlih brambovcev sta bili nameščeni šele leta 1942.

Zgodovinar Michael Koschat in deželni konzervator Gorazd Živkovič menita, da je nujno treba postaviti spomenik v zgodovinski kontekst.


OPFER / žrtev

Namen der NS-Opfer in der Gemeinde St.Jakob/Šentjakob, die wegen ihrer Beteiligung am Widerstand zu Tode gebracht wurden, recherchiert von der Historikerin Brigitte Entner.

Imena žrtev nacionalsocializma v Šentjakobu.

Namen der Euthanasieopfer in der Gemeinde. recherchiert vom Historiker Michael Koschat.

Imena žrtev evtanazije v naši občini.