Auf Einladung unseres Vereins Denk(a)mål -Spunij se hat am 14. 3. 24 Hr. Univ.Prof.i.R. Dr. Reinhold Gärtner im Kulturhaus in St. Jakob über Denkmäler – Umgang mit Erinnerung referiert. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, es kamen rund 100 Menschen, mit durchaus unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich der österreichischen Geschichte. Herr Gärtner, der extra mit dem Zug aus Innsburck angereist war, begann seinen Vortrag eher allgemein damit, dass die individuelle Erinnerung, abhängig von der Position der an einem bestimmten Ereignis beteiligten Personen, sehr unterschiedlich sein kann. Und dass
kollektive Erinnerungen oft ideologisch beeinflusst sind. Denkmäler z. B. erinnern in der Regel nicht in korrekter Weise an geschichtlicher Tatsachen, sie beinhalten emotional gefärbte, eher unklare Botschaften.
Herr Gärtner fand klare Worte: „Unsere Helden, unsere Soldaten haben im 2. Weltkrieg, in Stalingrad, am Balkan, im Eismeer und anderswo nicht die Heimat verteidigt, sondern sie haben an einem Angriffskrieg teilgenommen. Österreich hat es damals nicht mehr gegeben, sondern es war die Ostmark, Teil des Deutschen Reiches.“ Weiters betonte der Vortragende, die Wehrmacht habe das „Funktionieren“ der Lager hinter der Front gesichert. Die mystische Verklärung von Soldaten zu Helden auf den Kriegerdenkmälern sieht er als unzulässig. Die meisten von ihnen, nämlich die unterhalb der Befehlsränge, seien in Wirklichkeit „arme Schweine“ gewesen. Eine Verweigerung der Teilnahme am Krieg wäre mit einem Todesurteil gleichzusetzen gewesen. Herr Gärtner unterlegte seinen Vortrag mit Bildern und er brachte einige Beispiele, wie eine kritische Auseinandersetzung mit Kriegerdenkmälern, u.a. deren Umgestaltung zu Mahnmalen, bereits gelungen ist. So steht nun am Ehrenmal der Universität Innsbruck Welche Freiheit. Welche Heimat. Welches Vaterland zu lesen. Nach dem Vortrag bot Herr Gärtner dem Publikum die Möglichkeit für Fragen und Anmerkungen. Nach der sehr gelungenen Veranstaltung fanden sich noch einige der Besucher:innen zu einem regen Meinungsaustausch zusammen.
Spomeniki – ukvarjanje s spominom
14.3.2024 je predaval univ.prof.dr Reinhold Gärtner številnemu občinstvu v kulturnem domu na temo Spomeniki in kultura spominjanja. Spomini na zgodovinske dogodke so lahko zelo raznoliki, odvisno od stališča posameznika. Kolektivni spomini pa so pogosto ideološko obarvani. Vojaški spomeniki naj ne bi služili mističnemu junaškemu poveličevanju vojakov. Predavatelj je navedel vrsto primerov, kako je uspela preobrazba vojaških spomenikov v spominska obeležja. Po predavanju je sledila še živahna diskuzija.
